März 5, 2020

Wildbeobachtung Fuchs

Wenn du den Blogartikel lieber hören möchtest:

Psst... hast du Lust auf ein kleines Abenteuer, an das ihr gerne zurückdenken werdet?

Es ist März, der Frühling steht in den Startlöchern und im Wald gibt es sooo viel zu entdecken. Füchse, die ihren Bau auspolstern, weil bald Junge zur Welt kommen werden, Kraniche und Kiebitze auf dem Durchzug, Eichhörnchen, die ihre Winterruhe endgültig beendet haben und wieder in den Bäumen umherwuseln. Alles lädt dazu ein bestaunt und erforscht zu werden. Was liege näher als die Zeit mit deinem Kind zusammen zu nutzen.

Das Beste an Wildbeobachtungen mit Kindern

Die Sonne ist gerade untergegangen und ihr seid von schon wieder auf dem Rückweg von eurer Waldpirsch, einen Specht und eine Waldmaus habt ihr schon beobachten können. Gerade kommt der Wind von schräg vorne, sodass ihr schlechter gewittert werden könnt. Plötzlich knackt es im Unterholz 20 m vor euch. Ihr erstarrt zur Salzsäule. Langsam nimmt dein Kind das Fernglas hoch und schaut, was da durch Unterholz ziehen könnte. Die Spannung steigt, ganz leise flüstert ihr euch zu „da, links!“ Ein Rehbock zieht vorsichtig auf den Pfad, immer wieder verharrt er und guckt in eure Richtung. Ihr könnt sehen, dass sein Gehörn mit Bast überzogen ist und sein Fell recht zottelig aussieht, das liegt jetzt im März an dem Fellwechsel, wie ihr später nachlesen werdet. Ganz geheuer ist ihm nicht mit euch zwei Beobachtern. Schließlich springt er ab und ist verschwunden. Was für ein Abenteuer!

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Warum mit Kindern in den Wald?

Mit Kindern in den Wald zu gehen hat so viele Vorteile, dass es schwerfällt, sie alle aufzuzählen. Das Immunsystem wird gestärkt, es werden alle Sinne angeregt, es ist ein Kontrast zur oft stark genutzten medialen Welt, aber vor allem funktionieren tiefe, tragende Beziehungen nur analog! Und der Wald ist der beste Ort, den ich kenne, um miteinander in Beziehung zu treten. Dort seid ihr gut geerdet, mit dem verbunden, was euch evolutionsbiologisch ausmacht, und könnt euch auf euch als Team konzentrieren.

Gerade das gemeinsame Erforschen macht eine Pirsch so spannend. Hier könnt ihr die Rollen wechseln, mal die Führung übernehmen und euch mal von eurem Kind an die Hand nehmen lassen. Ihr könnt Dinge erklären und euch gemeinsam tolle Namen für Tiere überlegen, die ihr nicht kennt (Meine Tochter hat eine Raupe auf den Namen "Alfons, die haarige lange Nudel" getauft). So werdet Ihr zu einer Abenteuergemeinschaft und könnt euch spielerisch und auf Augenhöhe begegnen.

Dein Kind lernt, das es gehört wird, das du hinsiehst, wenn es dir etwas sagen oder zeigen möchte. Es kann Selbstbewusstsein entwickeln, weil er derjenige ist, der die Führung übernehmen darf. Und es lernt, dass es dir vertrauen kann, denn in einem echten Abenteuer bist du der Garant dafür, dass es gut ausgeht und ihr nicht von Wölfen gefressen werdet. All das wird eurer Beziehung in der Zukunft zugutekommen.

Auch die Waldbewohner, die ihr beobachten könnt, variieren. Kleinere Kinder kann man mit Vögeln, Mäusen und Schnecken begeistern. Einen Fuchs oder ein Reh zu sehen ist für etwas älter Kinder ein echtes Highlight.

So kannst du starten

Um gemeinsam auf die Pirsch zu gehen braucht es nicht viel. Eigentlich reicht Schuhe an und los. Noch mehr Erfolg habt ihr mit den folgenden Tipps:

Kleidung mit der ihr nicht auffallt. Nehmt die Jack und vielleicht auch die Mütze, mit der man euch am wenigsten entdeckt, gedeckte Grün- und Brauntöne passen immer. Tier sehe sehen Farben recht schlecht, deswegen macht es Sinn auf starke Kontraste zu verzichten, denn die fallen schon vom weiten auf. Schuhe die Nässe abkönnen und auch mal dreckig werden dürfen sind Pflicht.

Nutz die Dämmerung. Der März ist dafür ideal, Sonnenuntergang ist ca. 18:00, eine Pirsch durch den Wald lässt sich so gut zur Dämmerung einrichten. Hier sind die meisten Tiere unterwegs, Rehe wechseln von den Schlaf- zu den Äsungsplätzen, Füchse gehen auf Jagd und mit ein wenig Glück hört ihr ein Käuzchen. Es lohnt sich auch schon ein Stück vor der Dämmerung loszugehen und sich dann ruhig an z. B. den Waldrand zu setzen, so werden ihr von den ziehenden Tieren nicht so schnell entdeckt, als wenn ihr durchs Unterholz lauft. Kinder mögen die Bewegung aber deutlich mehr, als das stille Sitzen und Abwarten.

Fernglas, Becherlupe und ein Bestimmungsbuch machen Sinn. Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch eine Kladde als Beobachtungsbuch anlegen und eure Funde dort festhalten. Oder ihr legt ein Fotobuch an mit dem, was ihr gesehen und entdeckt habt. Außerdem könnt ihr im Vorfeld nachlesen, welche Tiere gerade besonders aktiv sind und z. B. Paarungszeit habe oder Junge versorgen.

Die Wege verlassen, sofern erlaubt. Querfeldein fühlt es sich nicht nur nach mehr Abenteuer an, ihr seht und entdeckt auch wesentlich mehr. Der Fuchsbau im Wald, das Vogelnest oder die Spechthöhle sind selten direkt an den großen Wegen gelegen. Langsame und leise laufen, wie auf Indianersohlen, hilft enorm!

Ihr habt Angst euch zu verlaufen oder von Wildschweinen angefallen zu werden? Letzteres ist mir in 45 Jahren im Wald noch nicht passiert. Gefährliche Begegnungen hatte ich nur mit angeschossenen oder angefahrenen Tieren, die Signale sind aber so eindeutig, dass man sich einfach zurückziehen kann, ohne in Gefahr zu kommen. Wenn ihr Angst habt euch zu verlaufen, dann schaut euch die Strecke vorher in Ruhe und bei vollem Tageslicht an oder ihr nehmt einfach das GPS eures Handys zur Hilfe. Apps wie Komoot o.ä. bieten ein GPS-Tracking an, ihr seht so, wo ihr langgelaufen seid, und findet einfach wieder zurück.

Ich habe noch nie NICHTS gesehen und ich bin regelmäßig im Wald unterwegs. Wenn kein Reh auf die Fläche tritt, dann begegnet euch vielleicht eine Maus oder ihr findet eine interessante Fährte oder andere Tierspuren wie eine Spechtschmiede z.B.

Wenn ihr euch alleine nicht traut, dann bieten Forstämter und Naturschutzverbände geführte Wildbeobachtungen an. Einfach mal nachfragen. Vielleicht habt ihr aber auch ein Förster oder Jäger im Bekanntenkreis, den ihr bitten könntet euch zu begleiten. Der Erfahrungs- und Wissensschatz ist goldwert und lohnt angezapft zu werden. Für eure Beziehung ist aber die Zeit zu zweit alleine immer noch das Beste. Also traut euch! Es ist leichter, als ihr vielleicht denkt.

Fazit

Wenn du mit deinem Kind in den Wald gehst um Wildtiere zu beobachten, Spuren zu finden oder Vogelstimmen zu bestimmen, dann ist das eine der besten und qualitativ hochwertigsten 1:1 Aktivitäten, die ich kenne! Probiert es aus! Besonders gespannt bin ich, was ihr alles gesehen habt. Lasst es mich in einem Kommentar wissen!

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About the author 

Thorsten Köcher

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