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März 26, 2020

Stress

Die Zeit rennt

Du bist den ganzen Tag dabei deine To-do-Liste abzuarbeiten: Den Kleinen zur Kita bringen, zur Arbeit fahren, auf dem Weg schnell noch etwas einkaufen.

Auf Arbeit stapeln sich deine Aufgaben bis zur Decke, aber leider ist nach der Arbeit damit nicht Schluss. Schnell nach Hause fahren, die Tochter zum Sport bringen, danach die anderen Kids versorgen und wenn die endlich im Bett liegen warten da noch der Geschirrspüler und die Wäsche auf dich.

Du hast bestimmt schon tausend Tipps umgesetzt, um in weniger Zeit noch mehr zu schaffen. Wahrscheinlich hast du schon mehrere Onlinetools für deine To-do-Liste ausprobiert, Kalender of- und online geführt oder die guten alten Post-its am Kühlschrank benutzt. Besser organisiert, Multitasking etc. und trotzdem,

die Zeit rennt und du hetzt ihr hinterher!


3 Basics für ein Familienleben ohne Streit

Wie du als Patchworkmama in kürzester Zeit  von deinen Kindern anerkannt und respektiert wirst! 

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Ich weiß, wie das ist, denn genau da bin ich auch gestanden! Alles probiert, nichts hat wirklich gut funktioniert und mit Sorgenfalten auf der Stirn, wegen er vielen unerledigten Dinge, die auf mich warten habe ich nach jedem Strohhalm gegriffen, nur um ein paar Wochen später wieder an derselben Stelle zu stehen.

Nachts habe ich immer schlechter schlafen können und je höher der Berg Arbeit wurde, umso schlechter habe ich funktioniert.

Deswegen bekommst du hier keine weiteren „5 ultimativen Tipps für ein besseres Zeitmanagement“ sondern etwas, wovon ich überzeigt bin, das es dich wirklich weiterbringt!

Denn eins ist mal sicher, den Kampf gegen die Uhr verlierst du auf Dauer immer!

Die Patchworkfalle

Besonders als Patchworkmama oder -papa steckst du noch viel eher in der „Ich-will-es- allen-recht-machen-Falle“, die dir noch mehr Aufgaben und einen noch volleren Tag beschert.

Und oft genug stellst du fest, dass du trotz aller Anstrengungen nicht da bist, wo du hin möchtest: Dein Kind ist bockig, weil du zu spät zum Fußballturnier gekommen bist. Zuhause stapelt sich die Wäsche und Zeit für euch als Paar…  na ja Themawechsel…

Letztendlich musste auch ich begreifen, dass man Zeit nicht sparen kann. Man kann sie nicht aufheben und dann wie Geld vom Konto abheben, wenn man sie gerade braucht. Die Erde dreht sich stets im selben Tempo weiter, ganz egal, ob ich mich zu Tode ackere oder faul auf der Couch liege.


Zeitliche Artenvielfalt lieben lernen

Für mich, war es ein Augenöffner mal für 3 Tage alles sein zu lassen und endlich mal wieder den Rucksack zu schultern. Denn auf Fahrt, mit Zelt und Rucksack, gelten andere zeitliche Gesetze. Da gibt der Regen die Pausen vor. Die Gelegenheit in einen See zu springen und die Wäsche zu waschen entscheidet darüber, ob ich stehen bleibe oder weitergehe. Holz sammeln und über dem Feuer kochen haben ganz unterschiedliche Geschwindigkeiten.

Auf Fahrt gibt es eine zeitliche Artenvielfalt, da gibt es die ruhigen, meditativen Momente, da gibt es die Sprints, in der alles ganz schnell gehen muss (z. B. wenn du das Zelt im Regen aufbaust) ,da gibt es ausdauernde Abschnitte beim Wandern oder das Faulenzen in der Hängematte.

Ganz anders als im Alltag, da gibt mein innerer Antreiber den Takt vor und der ist immer im gleichen schnellen Rhythmus. Es gibt keine zeitliche Artenvielfalt mehr, nur noch ein möglichst effektives abarbeiten von Aufgaben im gleichen hohen Tempo, bis ich abends erschöpft und frustriert ins Bett falle.


Lebst du schon oder managest du noch?

Irgendwann bin ich über ein Zitat von Geißler gestolpert: „Lieber Zeit leben als Zeit managen,“ hieß es da. Aber wie geht das? Für mich, in dem ich zeitliche Vielfalt zulasse.

Da darf es schnelle und langsame Momente geben, Erholung und Konzentration dürfen sich Abwechseln und am schönsten ist es, einfach da zu sein – achtsam und bewusst, bei dem, was ich gerade tue.

Das führt nicht unbedingt zu einer leereren To-do Liste, aber du gehst umso glücklicher und weniger gestresst durch Leben, je mehr Vielfalt du in deinen Zeittempi hast.

Weck den Buda in dir

Alles schön und gut, aber wie kommt man da hin? Muss ich jetzt Yoga machen oder 3 Stunden meditieren? Wenn du magst, warum nicht?

Aber im Ernst, jede Zeitinsel, die sich anders als das übliche Zack-Zack deines Alltags anfühlt, ist eine Bereicherung. Beobachte dich doch mal selbst, wann könntest du denn gut das Tempo wechseln? Kannst du langsam und entspannt in die Mittagspause gehen? Kannst du ein paar Mal tief du bewusst ein- und ausatmen vor einem Meeting? Kannst du einfach nur „da“ sein, wenn du dein Kind aus der Kita abholst? Und ja, vielleicht kannst du ja wirklich auch Yoga und Meditation in deinen Alltag einbauen.

Mit der Zeit konnte ich beobachten, dass diese Vielfalt mich wieder leistungsfähiger machte, ich hatte wieder Lust etwas zu schaffen und zu bewegen, eben in den Zeiten in denen ein Sprint oder Ausdauer angesagt waren! Und so ist zumindest nicht das Chaos über mir zusammengebrochen.

Mein größtes Learning war aber im richtigen Moment in den richtigen Modus zu wechseln. „Alles hat seine Zeit,“ ist hier gleich doppelt richtig!

Kindern gute Nachtgeschichten vorlesen im Ich-geh-noch-schnell-was-einkaufen-Tempo macht wenig Sinn genauso wie an einem Meeting im Langeweilemodus teilzunehmen. Unterm Strich bringt es niemandem etwas. (Auch der Haken auf der To-doTo-Do-Liste ist dann wenig befriedigend). 

Wenn du ein wenig Erfahrung gesammelt hast mit deinen Zeitinseln, dann schau doch mal, ob das Tempo für das, was gerade ansteht, angemessen ist.

Weil das im Alltag gar nicht so leicht umzusetzen ist, hab ich mir einfach 3x am Tag einen Wecker gestellt, um mich daran zu erinnern und habe mir diese 3 Dinge gefragt:

  • In welchem Tempo bin ich gerade unterwegs?
  • Erhöht oder verlangsamt die aktuelle Aufgabe gerade mein Tempo?
  • Ist das Tempo das richtige für die Aufgabe?

Hat gefunzt!

Aber was ist mit all den vielen Aufgaben?

Erst mal, keine Angst! Sich mehr Zeit zu nehmen für die wirklich wichtigen Sachen im Leben macht deine To-do-Liste nicht wirklich kürzer, aber auch nicht länger.

Mit der Zeit fängst du an andere Prioritäten zu setzen und du entdeckst Werkzeuge, die für dich passen. Lass dir Zeit dabei und höre auf dein Bauchgefühl.

Für mich war es Bullet-Journaling. Ich bin so mega-gut organisiert und dadurch, dass ich alles handschriftlich plane und festhalte, bin ich auch sehr nahe an den Dingen, die mir wichtig sind. Wenn du magst, dann kannst du mal hier reinschauen: Stressabbau mit Bullet-Journaling

Wenn Bullet-Journaling nichts für dich ist, dann such dir das, was für dich passt um gut organisiert und gleichzeitig in ganz vielen Zeitmodi unterwegs zu sein. Also...

sei langsam, sei schnell, sei faul, sei fleißig, alles darf, nichts muss!

3 Basics für ein Familienleben ohne Streit

Wie du als Patchworkmama in kürzester Zeit  von deinen Kindern anerkannt und respektiert wirst! 

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About the author 

Thorsten Köcher

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